Zweiter Tag meines Seminars in Luxemburg

Wie spannend und aufregend…

den Inhalt des Seminars habe ich schon vor vielen Wochen ausgearbeitet, nicht ahnend, dass es am Weltfrauentag stattfinden würde, und jetzt schickt mir Daphné dies:

„Frauen und Männer sind gleichwertig, aber nicht gleich. Mögen alle Frauen sich wieder ihrer besonderen göttlch-weiblichen Strahlkraft und Größe erinnern und ihr Herz öffnen für die Liebe zu sich selbst, zu ihren Schwestern und zu den Männern, und in großer Freude und im Frieden ihre macht- und liebevolle Göttinnen-Energie in die Welt strahlen.“

Genau dies war das Thema für unser tolles, erfolgreiches Wochenende – wow……

Weltfrauentag

Zum heutigen Weltfrauentag möchte ich gern an Clara Zetkin erinnern, Reichstagsabgeordnete in der Weimarer Republik, Frauenrechtlerin und Friedensaktivistin, die so viel erreicht hat für alle Frauen in der westlichen Welt.

1975 erklärte die UNO den 8. März offiziell zum internationalen Frauentag.

Der 8. März 1857 war ein denkwürdiger Tag – nicht nur für New York: Damals gingen Arbeiterinnen auf die Straße, um gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und für einen gerechten Lohn zu demonstrieren.

Ein halbes Jahrhundert später, am 8. März 1908, waren es wiederum New Yorker Arbeiterinnen, die für ihre Rechte in der Tabak- und Textilindustrie kämpften. Die Frauen machten Geschichte. An diesem Tag traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik „Cotton“ in New York in Streik. Damit wollten sie bessere Arbeits- und Lebensbedingungen fordern. Fabrikbesitzer und Aufseher schlossen die Arbeiterinnen in der Fabrik ein. Dadurch wollten sie Solidarisierungen mit anderen Belegschaften verhindern. Als jedoch plötzlich ein Feuer in der Fabrik ausbrach, starben in den Flammen 129 Arbeiterinnen. Am 19. März 1911 fand der erste Internationale Frauentag statt, initiiert von Clara Zetkin.

1910 brachte auf der zweiten internationalen sozialistischen Frauenkonferenz Clara Zetkin (1857-1933) den Antrag ein, einen internationalen Frauentag zu etablieren. Ein Jahr später war es soweit: 1911 trafen sich Frauen in mehreren europäischen Ländern und den USA. Ihre Hauptforderung: das Recht auf Teilhabe bei den Wahlen.

Im November 1918 stand es schwarz auf weiß in der Weimarer Verfassung: „Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben Rechte.“ Die Wahl zur Nationalversammlung vom 19. Januar 1919 war die erste, an der Frauen wie Männer aktiv und passiv teilnahmen. Nach der Wahl saßen 41 Frauen in der Nationalversammlung.

Zentral sind zu nennen der Kampf gegen den Krieg, Wahl- und Stimmrecht für Frauen, Arbeitsschutzgesetze, ausreichender Mutter- und Kinderschutz, der Achtstundentag, gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung, Festsetzung von Mindestlöhnen.

Danke an Clara Zetkin und all ihre Mitstreiterinnen für ihren Mut und Einsatz, sie haben den Weg bereitet für Umstände, die für uns selbstverständlich sind.

Surrender

Löse Dich von dem Gedanken,

immer kämpfen zu müssen,

denn was gut ist und zu Dir gehört, das bleibt,

was bei Dir sein will kommt freiwillig

und was gehen will, geht sowieso.

Isaak Öztürk

klassische Homöopathie

Vor Jahren habe ich eine Homöopathin interviewt und darüber einen Artikel verfasst, der auch in einer Zeitschrift veröffentlicht wurde. Da inzwischen so viel mehr Menschen bereit sind, sich homöopathisch behandeln zu lassen, hier ein paar Informationen, die vielleicht so noch nicht bekannt sind:

Klassische Homöopathie ist eine traditionelle Heilkunst, die vor etwa 200 Jahren von Samuel Hahnemann entwickelt wurde. Es geht darum, sich mit dem Menschen als ganzheitliches Wesen auseinanderzusetzen, und ein passendes Mittel aus dem unerschöpflichen Naturreich zu finden. Dazu gehört die Fähigkeit, dem Patienten mit allen Sinnen zuzuhören, ihn zu erspüren und ihn mit großem Fingerspitzengefühl durch Fragen in sein Inneres zu führen.

Dadurch kann man erkennen, welches Mittel aus dem Pflanzen- Tier oder Mineralreich dem Menschen auf feinster Ebene ähnelt, welches ihn tief berührt und somit Heilung anregt. Durch die Potenzierung der Substanzen wird ihre Wesenheit geweckt. Giftige Stoffe, wie zum Beispiel der Blaue Eisenhut, Schlangengifte oder Schwermetalle, werden so zu wirksamen Heilmitteln.

Einem Menschen, der dem Pflanzenreich zugeordnet wird, wird der Standort wichtig sein, er reagiert stark auf sein Umfeld, ist von guten Bedingungen abhängig, braucht wie eine Pflanze zum Gedeihen Wasser, Sonne, Nährstoffe, einen guten Boden, erst dann kann er sich entfalten. Er reagiert sensibel auf Außenreize, ist gefühlsbetont und braucht eine gute und schöne Umgebung, um nicht zu verkümmern.

Das Mineralreich steht für unsere Existenz, für unsere Fähigkeiten, für das Sorgen und Versorgtsein. Der Mensch, der Mangel verspürt, der in verschiedenen Bereichen des Lebens nicht genug hat, eventuell Existenzängste, wird auf Mittel aus dem Mineralreich reagieren.

Im Tierreich geht es um das Überleben, um Konkurrenz, Attraktivität. Dabei gibt es natürlich viele Ebenen und feine Unterschiede, ein Adler oder Löwe hat eine andere Energie als eine Muschel oder eine Schnecke. Dabei wird auf tiefer Empfindungsebene die Wesenheit eines Tieres im Menschen erkennbar.

Samuel Hahnemann, der Begründer der Klassischen Homöopathie, hat als viel benutztes Heilmittel die Hunde- und Kuhmilch angewandt, insbesondere auch bei schweren Erkrankungen. Bis heute bestätigen vielfältige Untersuchungen die Wirksamkeit von tierischer und menschlicher Muttermilch.

Inzwischen wurden u.a. auch Delphin-, Katzen-, Wolfs- und Kamelmilch geprüft und in den Arzneimittelschatz aufgenommen. Durch Muttermilch werden vom ersten Lebensmoment an Liebe, Zuwendung und Nahrung vermittelt. Da in der heutigen Zeit immer mehr Menschen häufig alleine sind, das „sich genährt fühlen“ und das „emotional versorgt werden“ vermissen, kann auch hier das Heilmittel „Milch“ eine große Hilfe sein.

Metalle, wie Gold, Silber, Kupfer und Quecksilber werden ebenso verabreicht, so ist beispielsweise das normalerweise hochgiftige Quecksilber in hoher Potenzierung ein wichtiges Mittel bei konstitutionellen Schäden, die uns aus früheren Generationen vererbt wurden.

Man sieht, dass hier auch psychologische Ansätze zum Zuge kommen, und der Heilpraktiker über detailliertes Wissen und pathologische Kenntnisse verfügen muss.

Wir Menschen sind mit allem verbunden, wir sind Teil der Natur, die Erde ist unsere Heimat, das wird hier in der klassischen Homöopathie ganz deutlich. Das Obige setzt natürlich ein tiefes Studium der Homöopathie voraus. Für die normale Hausapotheke und für interessierte Laien gibt es aber schon sehr gute Büchlein, wie etwa von Gräfe & Unzer, mit deren Hilfe man auch alleine schon ganz prima zurecht kommt. Besonders mit kleinen Kindern ist es von Vorteil, wenn man sich bei einfachen Kinderkrankheiten oder kleinen Blessuren zu helfen weiss.

Hier noch einige Notfallmittel der Klassischen Homöopathie für unterwegs, damit man sich helfen kann, bevor der Arzt eintrifft oder für die Erste Hilfe bei Verletzungen, Unfällen und Schock. Hier kann mit den folgenden Mitteln gut geholfen werden:

Arnika kann als hilfreiches Erstmittel bei inneren und äußeren Verletzungen jeglicher Art gegeben werden

Hypericum wirkt besonders gut auf nervenreiches Gewebe ein, wie zum Beispiel auf Verletzungen an Kopf und Wirbelsäule, und kann nach Arnika verabreicht werden, falls dieses nicht ausreichend wirkt

Aconitum dieses Mittel hilft oft bei Schreck und Schock, dem Patienten steht die Angst im Gesicht und er ist sehr ängstlich und unruhig

Opium wird angewandt bei schweren Schockzuständen, der Patient ist nicht mehr ansprechbar, wirkt weggetreten

Im Notfall gibt man ein Kügelchen z.B. in der Potenz C 30 direkt in den Mund, optimaler wäre es jedoch, dieses in Wasser aufzulösen und schluckweise zu geben, und vor jeder erneuten Gabe kräftig umzurühren. Wiederholt wird das Mittel, falls nach einer Besserung wieder eine Verschlechterung eintritt, dies kann nach wenigen Minuten oder erst nach Stunden der Fall sein. Manchmal wird keine Wiederholung gebraucht.