Frieden

Viele Menschen haben Ängste zur Zeit, angesichts der aktuellen Turbulenzen auf der Welt. Wohin man schaut, es ist alles im Umbruch, wir wissen nicht, was auf uns zukommt, nichts wird mehr so sein, wie es einmal war.

Vielleicht übt dieses Märchen eine Wirkung auf Dich aus und lässt Dich erkennen, wie kraftvoll der Frieden im eigenen Herzen ist.

„Es war einmal ein König, der rief alle Künstler in seinem Reich auf, den Frieden zu malen. Das beste Bild würde einen Preis gewinnen.

Die Maler im ganzen Land machten sich eifrig an die Arbeit, und nach einer gewissen Zeit brachten sie dem König ihre Bilder. Aber von allen Bildern die gemalt wurden, gefielen dem König nur zwei. Zwischen diesen beiden musste er sich nun entscheiden.

Das erste war ein perfektes Abbild eines ruhigen Sees. In dem See spiegelten sich die malerischen Berge, die den See umrandeten und man konnte jede kleine Wolke im Wasser wiederfinden. Jeder, der das Bild sah, dachte sofort an den Frieden.

Auch auf dem zweiten Bild waren Berge zu sehen, aber diese waren zerklüftet, rau und kahl. Über den Bergen jagten sich am grauen Himmel wütende Wolkenberge und man konnte den Regen fallen sehen, den Blitz aufzucken und fast auch den Donner krachen hören. An einem der Berge stürzte ein tosender Wasserfall in die Tiefe. Keiner der Betrachter konnte in diesem Bild Frieden erkennen.

Doch der König sah hinter dem Wasserfall einen winzigen Busch, der auf der zerklüfteten Felswand wuchs. In diesem Busch hatte ein kleiner Vogel sein Nest gebaut. Dort, in dem wütenden Unwetter an diesem unwirtlichen Ort, saß der Vogel friedlich auf seinem Nest.

Der König wählte das zweite Bild. Frieden braucht es nicht dort, wo es keine Probleme und keine Kämpfe gibt. Wirklicher Frieden bringt Hoffnung und heißt vor allem, auch unter schwierigsten Umständen und größten Herausforderungen, ruhig und friedlich im eigenen Herzen zu bleiben.“

Finden – ein Abenteuer

Ich suche nicht – ich finde.

Suchen, das ist Ausgehen von alten Beständen 
und das Findenwollen von bereits Bekanntem.

Finden, das ist das völlig Neue.

Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt.

Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer.

Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen,
 die im Ungeborgenen sich geborgen wissen,
 die in der Ungewissheit, der Führerlosigkeit geführt werden, 
die sich vom Ziel ziehen lassen 
und nicht selbst das Ziel bestimmen.

Pablo Picasso

Ein Lächeln

Ein Lächeln kostet nichts, aber es gibt viel. Es macht denjenigen reich, der es bekommt, ohne den, der es gibt, ärmer zu machen. Es dauert nur einen Augenblick, aber die Erinnerung bleibt. Niemand ist so reich, dass er ohne ein Lächeln auskommen kann und niemand ist so arm, dass er nicht durch ein Lächeln reicher gemacht werden könnte. Ein Lachen bringt Glück ins Haus, es fördert den guten Willen im Geschäft und ist das Zeichen für Freundschaft. Es bringt Ruhe, Hoffnung und Sonnenschein und ist das beste Mittel gegen Ärger. Man kann es nicht kaufen, nicht erbetteln, leihen oder stehlen, denn es ist so lange wertlos bis es wirklich geschenkt wird. Manche Leute sind zu müde dir ein Lächeln zu geben. Schenke ihnen Deines, denn niemand braucht ein Lächeln nötiger als der, der keines mehr zu geben hat.

Heute ist Montag, das wäre doch ein guter Tag, um großzügig Dein Lächeln zu verschenken.