Glückstagebuch

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Was hältst Du davon, Dir ein Glückstagebuch anzulegen?  Besorge Dir das schönste Tagebuch das Du finden kannst oder fertige es selbst in einem kreativen, absichtsvollen Prozess an. Es sollte in seiner Beschaffenheit, seinem Material und seiner Optik gleich Freude auslösen, wenn Du es nur anschaust, und Dich dazu veranlassen, es in die Hand zu nehmen und hineinzuschreiben. Dazu gehört natürlich auch noch ein Stift, der fliessend und leicht schreibt.
Dieses Buch soll nun täglich die Momente festhalten, die Dich erfreuen, die Dir gut tun, die Dich trösten, die Dich begeistern, die Dir nahe gehen, die Dich aufbauen – Momente, die Dein Herz berühren. Es ist ein Buch nur für Dich und muss niemandem gefallen ausser Dir, es muss nicht ordentlich gegliedert oder sauber geschrieben sein, es soll lebendig sein und alles erlauben.
Auch wenn der Tag noch so grau sein sollte, wenn Du bewusst danach suchst, wirst Du etwas Schönes finden. Vielleicht ist es nur ein kurzer Sonnenstrahl, der durch die dicke Wolkendecke blitzt, vielleicht das leise Zwitschern eines Vogels, vielleicht ein kleines Grün, das durch den Schneematsch lugt, vielleicht ein freundlicher Blick der Kassiererin.
In dieses Buch kann alles hinein, ein Zugticket, eine Eintrittskarte, eine Kinderzeichnung, eine Feder, ein roter Faden, ein Liebesbrief, ein lustiges Foto. Vielleicht notierst Du den Musiktitel aus dem Autoradio oder den fröhlichen Anruf einer Freundin. Vielleicht klebst Du das Ettikett des besonderen Weines hinein, dessen Geschmack Du noch heute auf der Zunge spürst.
Du kannst einen schönen Traum festhalten und hilfreiche Tipps notieren, schöne Zitate und Sprüche aufschreiben, frohe Gedanken verewigen oder ein leckeres Rezept hineinkritzeln. In das Buch kannst Du schreiben, malen und skizzieren. Du kannst die Essenz eines tiefgründigen Gespräches oder eines tollen Buches hineinschreiben. Und Du solltest unbedingt festhalten, wenn jemand etwas Nettes über Dich oder zu Dir gesagt hat.
Wenn Du Dir die Zeit nimmst, täglich nur fünf Minuten darüber nachzusinnen, wo sich Dir das Glück gezeigt hat, dann wird Dein Buch lebendig werden und Du wirst einen wunderbaren Schatz in Deinen Händen halten. In weniger schönen Zeiten kannst Du darin blättern und viel Kraft daraus schöpfen oder Dich einfach daran freuen.

Glücksmomente

Es hat mich einfach nur glücklich gemacht – dass ich diesen wunderschönen Uhu auf dem Arm halten und ihn streicheln, mit ihm schmusen, sprechen und ihm in die riesengroßen Augen schauen durfte.

Ich durfte den Falkner zuhause besuchen, seine wunderbaren Vögel aus der Nähe bewundern und vieles über sie lernen. Er hat eine bildschöne Weisskopfseeadlerdame namens Lisa, einen Steppenadler, einen Wüstenbussard, einen Harris Hawk, einen Saker Falken und Felix, den zärtlichen Uhu.

Felix ist der Einzige, den man auf dem Arm halten kann, den anderen Greifvögeln darf man nicht zu nahe kommen, es sind wilde Tiere und durch ihre Größe und Stärke, die messerscharfen Klauen und die starken Schnäbel, sehr gefährlich. Der Falkner lebt natürlich mit seinen Vögeln, seine Beziehung zu ihnen basiert auf gegenseitigem Respekt.

Adlerfedern werden seit jeher als heilig betrachtet und in Amerika nur den Indianern zugestanden. Für sie bedeuten sie einen wichtigen Teil ihrer Kultur, ihres traditionellen Schmucks, ihrer Powows und sie sind unverzichtbar beim Räuchern, der Kommunikation zwischen Himmel und Erde.

Weissen ist es verboten, Adlerfedern zu besitzen. Hier in Europa gilt das Artenschutzgesetz und man muss ein Herkunftszertifikat vorweisen können, sonst werden die Federn beschlagnahmt.

Danke, Schwesterlein, für dieses schöne Erlebnis.